Bau- und Stadtgeschichte


Im Jahr 2013 beging die Initiativgruppe "Bau- und Stadtgeschichte" ihr zwanzigjähriges Bestehen. Es begann am 21. Juli 1993 mit der Gründung einer "Werkstatt Geschichte Ascherslebens, Bau- und Stadtgeschichte" durch die Kreisvolkshochschule Aschersleben. Gegenstand dieser Geschichtswerkstatt war die Erforschung ältester Siedlungsgebiete unseres Ortes an Hand vorhandener Kellergewölbe. Denn,  riss man im Mittelalter Häuser ab, blieben die Keller oft bestehen und man überbaute diese neu. Schlussfolgernd daraus ergibt sich dann die Möglichkeit, das Alter bestimmter besiedelter Orte näher zu bestimmen. Um sich dieser Arbeit zu widmen, waren viele unterschiedliche Meinungen unter einen Hut zu bekommen.
Ging es anfangs allein um die Kellerforschung, übernahm die Gruppe zunehmend auch Untersuchungen, die sich damit befassten, auf bedeutende geschichtliche Ereignisse und auch auf die Stadtentwicklung aufmerksam zu machen. Anlässlich des Stadtfestes 1996 präsentierte die Gruppe ihre erste Ausstellung im damals noch verwaisten Lederer Bräustübl zum Thema "Aschersleben damals - Aschersleben heute".
Aus der Geschichtswerkstatt entwickelte sich die "Initiativgruppe Bau- und Stadtgeschichte", die nach kurzer Selbstständigkeit ihre Arbeit im Kulturkreis "Adam Olearius" fortsetzte. Folgende Ausstellungen wurden bisher gestaltet:

  • Ausblicke in "Eine" Stadt
  • Türen im Wandel der Zeiten
  • Katastrophen in Aschersleben
  • Aktuelle Ergebnisse zur Kellerforschung
  • Stadtansichten
  • Denkmale in Aschersleben "Vergangen - Verloren - Vergessen"
  • Aspekte der Besiedlung und Bebauung
  • Aschersleben-Eine Stadt macht Schule

Diese Ausstellungen sind teilweise auch in begleitenden Broschüren tiefer beleuchtet worden. Auf große Resonanz stießen ebenfalls Exkursionen in benachbarte Regionen, die die Initiativgruppe jährlich auch für andere interessierte Bürger organisiert.
Mit der Errichtung des Hochwassersteines in der Straße "Vor dem Steintor" und der Neugestaltung des Bodendenkmals "Speckseite" an der Schierstedter Straße möchte die Initiativgruppe dauerhaft an bedeutende Ereignisse erinnern.
2007 konnte die Gruppe im Museum eine umfangreiche Ausstellung zur Schulgeschichte der Bildungsstadt Aschersleben gestalten.2008 wurde das Bild-und Textmaterial dieser Ausstellung in einer umfangreichen Broschüre (166 Seiten) erfolgreich publiziert.
Auch die Dauerausstellung "Zur Geschichte der Alten Burg" im Burgwärterhäuschen auf dem Tierparkgelände ist in Zusammenarbeit mit dem Verschönerungsverein gleichfalls ein Ergebnis der Gruppenarbeit."Die Geschichte und Bauweisen des Mietwohnungsbaus in Aschersleben"  wurde 2012 in einem Vortrag durch Herbert Groffik  zusammen gefasst. Derzeit werden Erklärungsschilder der historischen Straßennamen in der Altstadt angebracht und das Leben des Ascherslebener Bildhauers Hans Döring (1909-1978) erforscht.
Unsere Mitglieder Peter Potuschak und Michael Spadt bringen in ihren stets gut besuchten Vorträgen die Stadtgeschichte Ascherslebens den Besuchern auf sehr anschauliche Weise dar.
Treffpunkt der Gruppe ist (fast)  jeden  /!\ 2. Montag im Monat.

Aktive und interessierte Bürger sind jederzeit herzlich willkommen.